10.06.05 19:36 Alter: 13 Jahre

„Komischer Vogel“ passt zu Schleiden

Von: Kölnische Rundschau, Gudrun Klinkhammer

Schleiden. Der Mittelspecht ist ein wirklich merkwürdiger Vogel. Zwar ist er ein Specht, mittelgroß und schön bunt, doch tut er nicht das, was der Laie denkt. An Bäumen herumklopfen kann er nicht, da er dann aufgrund seiner körperlichen Gegebenheiten durch die Klopferei eine Gehirnerschütterung erleiden würde. „Der Vogel passt zu uns“, so Schleidens Bürgermeister Ralf Hergarten, als er den Mittelspecht gestern als „das“ Nationalparktorsymbol für Schleiden mit dem Hellenthaler Tiermaler Conrad Franz im Schleidener Rathaus vorstellte.

Vor rund einem Jahr hatte Franz als Nationalparktorsymbol für Heimbach die Wildkatze gezeichnet, die inzwischen an jedem Ortseingangsschild von Heimbach in Großformat zu finden ist. Franz: „Der Nationalpark vor Ort fasziniert mich, die Stadt Heimbach kam als erste auf mich zu und unterstütze mich. Man war der Meinung, dass solch eine Identifikationsfigur so schnell wie möglich entstehen solle.“

Identifikation mit dem Symbol

Mit „viel Spaß an der Sache“ ging Franz die Zeichnungen an. Bereits im Herbst 2004 ging er auf die Stadt Schleiden zu, um auf die Möglichkeit eines Symboltieres aufmerksam zu machen. Kostenlos stellt der Künstler sein Können zur Verfügung.

Erst zögerte Hergarten, da er auf das Mitziehen der anderen Nationalparktor-Ortschaften hoffte. Als in dieser Richtung nichts geschah, fasste er die Gelegenheit beim Schopf. Hergarten: „Es wird Zeit, das wir in die Puschen kommen. Wir identifizieren uns mit diesem Symbol und lassen uns das auch nicht mehr wegnehmen.“ Die beiden Mittelspecht-Bilder (farbig und schwarz-weiß) von Franz werden zunächst im Rathaus aufgehängt. Für die weitere Vermarktung des Symbols wird noch nach einem Konzept gesucht. Besonders Kappen liefen derzeit gut, so Manfred Müller von der Touristik Schleidener Tal.