26.05.04 20:20 Alter: 14 Jahre

Auch "Heimbacher Esel" zu sehen

Von: Kölnische Rundschau

Ausstellung "Natur, Tiere & Landschaft" im Heimbacher Haus des Gastes

HEIMBACH. Regierungspräsident Jürgen Roters zeigte sich am Sonntag erfreut über die große Resonanz, die die Kunstausstellung "Natur, Tiere & Landschaft" im Haus des Gastes in Heimbach hervorrief. "Gerne bin ich Schirmherr der Veranstaltung", so Roters. "Der Rahmen hier ist ideal. Ich bin sehr angetan von der Offenheit des Hauses. Die Ausstellung hat durch ihre Qualität die Chance, auch über die Region hinaus bekannt zu werden." Er betonte, dass sich Natur und Kunst gegenseitig bereichern, ebenso gegenständliche und abstrakte Kunst. Gegenständliche Kunst ist in der Ausstellung zu sehen.

In der nächsten Sekunde scheint er runterzufallen, der kleine Wassertropfen am Schnabel des Entenkükens, das seine ersten Lebensrunden auf einem von Gras umwobenen See zieht. Claus Rabba malte den kleinen Vogel mit viel Liebe. Der rote Fliegenpilz, der von einem Bild an einer anderen Stellwand herunterprangt, wirkt so echt und plastisch, als sei er aus einem Waldstück "herausgebeamt" und zu Anschauungszwecken herangezogen worden. Den Pilz gestaltete Conrad Franz .

Mit feiner Beobachtungsgabe sind die Künstler Conrad Franz, Nicole van Axx, Anette Isford, Anne Nachtsheim, Kerstin M. Schuld, Rudi Kohl, Claus Rabba und Pieter Verstappen ausgestattet und setzen ihre Beobachtungen mit Bleistift, Farbe und Pinsel bis ins feinste Haar, in die kleinste Blattfaser um. Statt Bilder zeigt Kurt Arentz Plastiken. Auch der "Heimbacher Esel" findet Verwirklichung. Arbeiten von Arentz, der als einer der bedeutendsten zeitgenössischen Bildhauer gilt, sind unter anderem im Schöneberger Rathaus in Berlin zu finden, im Weißen Haus in Washington, in Los Angeles, Bonn, Tokio und Texas.

Heimbachs Bürgermeister Hans Günther Pütz dankte den Künstlern und Initiatoren, insbesondere Verwaltungsmitarbeiter Hubertus Zander, der die Ausstellung im Zwei-Jahresrhythmus organisiert. Dem RP überreichte Pütz ein flottes T-Shirt mit dem neuen Nationalparktorsymbol der Stadt Heimbach: der Kopf einer Wildkatze. Die Räumlichkeiten waren mit gut 100 Gästen, darunter "Nationalparkvater" Volker Hoffmann, Mitglieder der Malerfamilie Degode und der Vorsitzende des Fördervereins "Maler der Eifel", Fritz Dzubiel, so gut besucht, dass das Jagdhornbläsercorps Heimbach vom Balkon aus die Vernissage musikalisch begleitete. Als "dienstältester" Jagdhornbläser nahm der ehemalige Heimbacher Stadtdirektor Hans Vellen im Alter von 80 Jahren teil.

Im Anschluss begeisterten Greifvögel der Greifvogelstation Hellenthal mit einer Flugschau, die sich zwischen dem Burgfried und einer Wiese in der Nähe des Haus des Gastes abspielte. Einer der Besitzer der Greifvogelstation, setzte Roters nach einer "Warm up"-Phase einen Weißkopfadler auf die Hand. "Das ist für mich das erste Mal", schmunzelte der Politiker und genoss den Augenblick.

"Natur, Tiere & Landschaft" ist bis zum 20. Juni zu sehen.